3D-CAD Programme

3D-CAD Programme sind für den 3D-Druck nicht mehr wegzudenken. Diese bieten die Möglichkeit eigene Modelle zu entwickeln und für den 3D-Druck vorzubereiten. Im Makerspace Bonn werden eingesetzt (Reihenfolge ohne Wertung)

Blender

Blender ist eine freie 3D-Grafiksuite, mit welcher sich Körper modellieren, texturieren und animieren lassen. Diese können in Grafiken, Animationen und Software systematisiert werden. Über den Export in das STL-Format kann Blender für den den 3D-Druck genutzt werden

FreeCAD

FreeCAD ist ein parametrisches 3D Konstruktionsprogramm, das zum Entwurf realer Objekte jeder Größe genutzt werden kann. Die parametrische Modellierung erlaubt Veränderungen der Konstruktion durch Änderung von Parametern in zurückliegenden Konstruktionsschritten. FreeCAD ist personalisierbar, skriptfähig, erweiterbar und basiert auf freier Software. (Quelle Heise)

Das Programm kann hier heruntergeladen werden

Im Internet ist ein Vielzahl von Tutorials verfügbar. Ein Übersicht befindet sich hier

Fusion 360

Fusion360 vom amerikanischen Hersteller Autodesk (Infoseite des Herstellers)

Der Makerspace Bonn hat derzeit eine Anzahl von Lizenzen, die auf den Rechner vor Ort genutzt werden können

Fusion360 lernen

Frank hat bei uns schon mehrfach einen mehrteiligen Workshop zu Fusion 360 gehalten und sein  zweiteiliges Skript für die Einführung in Fusion 360 in deutscher Sprache zu Verfügung gestellt.
Teil 1 des deutschsprachigen Skripts (93 Seiten)
Teil 2 des deutschsprachigen Skripts (90 Seiten)

Autodesk Fusion360 Crashkurs

Hochdruck 3D hat ein sehr gut gemachtes Video zu Fusion360 bereitgestellt, in dem in ca. 45 Minuten die Grundlagen vermittelt werden: https://www.youtube.com/watch?v=81ZYiNLbAE4
 

TinkerCAD

Tinkercad ist ein kostenloses Online-3D-Modellierungsprogramm, das in einem Webbrowser ausgeführt wird und für seine Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit bekannt ist. Es hat es sich zu einer beliebten Plattform für die Erstellung von Modellen für den 3D-Druck sowie als Einstieg in die konstruktive Festkörpergeometrie entwickelt. TinkerCAD verwendet eine vereinfachte konstruktive Festkörpergeometrie-Methode zur Konstruktion von Modellen. Eine Konstruktion besteht aus primitiven Formen, die entweder "solid" oder "hole" sind. Durch die Kombination von Solids und Löchern können neue Formen erstellt werden, denen wiederum die Eigenschaft "Solid" oder "Loch" zugewiesen werden kann. Shapes können in drei Formaten importiert werden: STL und OBJ für 3D und 2-dimensionale SVG-Formen zum Extrudieren in 3D-Formen. Tinkercad exportiert Modelle im STL- oder OBJ-Format, bereit für den 3D-Druck.

OpenSCAD

In OpenSCAD werden "primitive" geometrische Körper einfach programmiert. Ein sehr intuitiver Ansatz für alle, die texutelle Programmierung kennen. Auf Knopfdurck werden die programmierten Körper dargestellt (gerendert) und können - wiederum auf Knopfdruck - in für 3D Druck lesbares Format exportiert werden (STL). Ebenso können bereits existierende Objekte importiert und in die eigene Programmierung eingebunden werden.

Wer nun an sehr begrenzte Möglichkeiten denkt, der wird sich schnell davon überzeugen, dass dies durchaus nicht der Fall ist. Durch einfache mathematische Operationen kann man zum Beispiel aus einem Kubus durch "abziehen" eines etwas kleineren Kubus leicht eine Box machen und braucht dafür nur ein paar Zeilen Code.

Besonders hilfreich: Es gibt im Internet bereits Bibliotheken für alle möglichen Zwecke, zum Beispiel Klemmbaustein-kompatible Bauteile ( ein bekanntes Beispiel: LEGO(tm), die es aber nicht mögen, kompatibel zu irgendetwas zu sein), Schrauben, Muttern, Gewindestangen und vieles mehr.

Mit entsprechenden Fonts können auch sehr leicht Schablonen für Texte oder Stempel erstellt werden, (DXF) Dateien aus anderen Programmen (zum Beispiel Inkscape) können extrudiert werden, zum Beispiel für Keksausstecher. .

Der Editor auf Thingiverse, der es erlaubt dort abgelegte Objekte anzupassen, basiert ebenfalls auf OpenSCAD.

Wer es mal ausprobieren möchte: Das Programm ist Open Source und erhältlich unter http://openscad.org/.

Eine erste Anlaufstelle, an der auch eigentlich auf einer Seite alles was man wissen musserror erschöpfend zusammengetragen ist:

http://openscad.org/cheatsheet/.

BlocksCAD

Die niedrigste Einstiegshürde für Kinder und vollkommene Anfänger bietet wahrscheinlich BlocksCAD. Hier werden, ebenso wie bei OpenSCAD, "primitive" geometrische Körper, wie Kuben, Kugeln und Zylinder programmiert. Allerdings nicht textuell, sondern mit Hilfe von Blöcken, die per drag and drop auf einer Arbeitsfläche angeordnet werden. Die Software ist browserbasiert, läuft also online. Programme (also Objekte) können aber jederzeit als XML gespeichert, also heruntergeladen, werden. Ebenso leicht kann man sie wieder auf dem Server öffnen. Eine Registrierung ist nicht erforderlich, um den vollen Umfang der Software zu nutzen, die sogar Open Source ist und auch auf dem eigenen Webserver mit minimalem Aufwand installiert werden kann. Export ist ausßerdem in das OpenSCAD Format möglich (siehe oben), so lassen sich die Objekte offline weiter bearbeiten und mit OpenSCAD in STL umwandeln. Ebenso kann man die erstellten Objekte aber auch direkt als STL herunterladen.

Neben der Arbeitsfläche hat man ein Vorschaufenster, mit einem Klick auf "Render" wird dieses aktualisiert.

Der Editor unterstützt mehrere Sprachen.

Heimseite: https://www.blockscad3d.com/, direkt zum Editor geht es hier.

Ein kleines Videotutorial findet sich hier.

 

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Erstellt von Frank Bernreuther am 2020/11/01 09:27
  
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